Durch den deutlichen Sieg am Wochenende im Derby gegen die Kölner sieht es für die Borussen hinsichtlich des Klassenerhalts zumindest etwas freundlicher aus. Durch die Ergebnisse am letzten Spieltag liegt die Borussia mittlerweile nur noch zwei Punkte hinter dem Relegationsplatz. Was vor einigen Wochen als fast hoffnungsloses Unterfangen galt, erscheint nun plötzlich wieder realistisch.
Erneut ohne de Camargo
Das Auswärtsspiel in Mainz wird wohl abermals ohne Igor de Camargo stattfinden. Noch immer plagt sich der Stürmer mit seiner Innenbanddehnung herum und ist noch nicht wieder ganz fit für die Bundesliga. Abgesehen von dieser Personalie gab bzw. gibt es keine Verletzungen zu vermelden so dass die Borussia fast in Bestbesetzung das Spiel in Angriff nehmen kann. Trainer Favre hatte bereits angekündigt, dass er personell nichts ändern möchte und somit wird wohl wieder die selbe Elf auflaufen die am Sonntag die Kölner mit 5:1 schlug.
Mainzer Defensive geschwächt
Die Mainzer hingegen müssen auf den Rot gesperrten Mazedonier Nikolce Noveski verzichten sowie auf den Ex-Borussen Bo Svensson der seine Gelbsperre absitzen muss. Im Tor wird Heinz Müller aufgrund muskulärer Probleme nicht spielen können. Vertreten wird er von Christian Wetklo. Durch die Sperren in der Hintermannschaft der Gastgeber wird wohl Bungert in die Innenverteidigung rücken. An seiner Seite wird vermutlich Kirchhoff spielen, der eigentlich eher im defensiven Mittelfeld zu Hause ist.
Die Defensive der Mainzer kann also gar nicht eingespielt sein. Das könnte in Abstimmungsproblemen enden und für die Borussen eine Chance eröffnen. Im Mittelfeld werden die Borussen auf zwei weitere Spieler treffen die eine Gladbacher Vergangenheit besitzen. Nämlich zum Einen auf Eugen Polanski und zum Anderen wohl auch auf Lewis Holtby.
Während Polanski eher für das Grobe zuständig ist im Spiel der Mainzer so ist Holtby für die Kreativität zuständig. Die Borussen müssen defensiv wieder so agieren wie in München und dem Gegner kaum Räume bieten. Denn mit Holtby und vor allem mit Schürrle verfügen die Rheinhessen über zwei enorm dribbel- und antrittsstarke Akteure.
Noch kein Heimsieg
Zudem konnten die Mainzer in diesem Kalenderjahr noch keinen dreifachen Punktgewinn vor heimischer Kulissen feiern und warten seit November 2010 ( 3:0 gegen Nürnberg) auf ein Erfolgserlebnis. Allerdings muss auch erwähnt werden, dass die Borussen es in dieser Spielzeit bislang noch nicht geschafft haben zwei Siege in Folge einzufahren. Aber gerade jetzt wäre der richtige Zeitpunkt um diese Serie reißen zu lassen. Mit einem Sieg könnten die Fohlen, vorerst, die Rote Laterne weiterreichen.
Diese hat man seit der Niederlage im Hinspiel gegen den FSV permanent in Händen gehalten. Auch wenn der VfL vorerst nur über Nacht den letzten Platz verlassen könnten, so wäre dies wohl psychologisch schon sehr wertvoll. Bleibt nur zu hoffen, dass die Borussen nicht verkrampfen wie vor ein paar Wochen. Nachdem die Borussen in letzter Sekunde an der Weser einen Punkt mitnahmen dachten wohl fast alle, dass dies ein gefühlter Sieg sei und der Mannschaft Auftrieb geben müsse. Und dann folgte das ominöse Heimspiel gegen Kaiserslautern.
Statistik
Die Mainzer konnten ihre letzten vier Heimspiele gegen uns allesamt für sich entscheiden. Die Borussen verbuchten bis heute lediglich einen einzigen Sieg am Bruchweg. In der Heimtabelle belegen die 05er derzeit nur Rang 15 und haben bis dato schon sieben Heimspiele verloren. Beide Teams haben 43 Tore erzielt befinden sich aber in total unterschiedlichen tabellarischen Regionen. Das Hinspiel verloren die Borussen mit 3:2 und kassierten binnen zehn Minuten zwei Gegentreffer. Marco Reus gelang ein Doppelpack und auch das 2.500 Bundesligator in der Geschichte der Borussia.

