Durch den Abgang von Marco Reus tut sich bei der Gladbacher Borussia eine Baustelle auf, die noch geschlossen werden muss. Der Verlust des absoluten Topspielers ist schwe bis gar nicht zu kompensieren. Die 17 Mio.€, die Borussia für Reus erzielte, wollen klug investiert werden. Durch den fast perfekten Wechsel des Schweizers Granit Xhaka ist nun ungefähr der halbe Transfererlös von Reus in einen Nachfolger des ebenfalls abwandernden Roman Neustädter investiert worden.
Hoilett,de Jong,Pizarro?
Besonders oft fallen dabei die Nanem von Luuk de Jong, David Hoilett und Claudio Pizarro. Allerdings muss relativiert werden, da seit Anfang des Jahres tagtäglich neue Spekulationen über angebliche Transfers der Boussia die Runde machen. Nach dem Pizarro heute verkündete seine Karriere bei einem anderen Verein fortsetzen zu wollen, ist davon auszugehen, dass der mediale Blätterwald auch seinen Namen demnächst wieder enger mit den Gladbachern in Verbindung bringen wird. Auch wenn Pizarro ein abgezockter Strafraumstürmer ist, so darf doch bezweifelt werden das er tatsächlich Favres Beuteschema entspricht mit seinen 33 Jahren.
Ablösefreier Reus-Ersatz?
Von der Spielanlage besser zur Borussia würde David Hoilett passen. Der 21-jährige steht noch bei den Blackburn Rovers unter Vertrag, lehnte aber ein Angebot zur Weiterbeschäftigung ab und wäre daher im Sommer ablösefrei. Seine Spielweise erinnert an einen gewissen Marco Reus. Tempodribblings, Dynamik, Torgefahr: All dies verkörpert der Halbkanadier. Eine weiter Parallele zwischen beiden stellt ihre Position dar. Wie Reus begann Hoilett auf der Außenbahn im Mittelfeld und rückte im Laufe der Saison immer weiter ins Zentrum vor.
Sollte Hoilett innerhalb der Premier League wechseln, so müsste der aufnehmende Club eine Ausbildungsentschädigung zahlen. Da die interessierten Vereine von der Insel allerdings als gut betucht einzustufen sind, sollte dies keine allzu große Hürde darstellen. Borussias Vorteil in dieser Personalie könnten die Aussagen seines Vaters sein. Dieser schätzte Spielpraxis höher ein als ein gutdotierter Vertrag mit einem Stammplatz auf der Bank. Außerdem ist Hoilett in Deutschland kein gänzlich Unbekannter und spielte bereits für Paderborn und St. Pauli. Auch wenn der Spieler ein Handgeld bekommen sollte, so wäre er von seinen Anlagen und Fähigkeiten her ein guter Ersatz für den scheidenden Reus.
Oranje für Gladbach?
Auch schon lange im Gespräch ist die Causa Luuk de Jong. Der Niederländer markierte in der abgelaufen Saison in der Erendivison 25 Treffer und legte dazu auch noch neun weitere auf. Somit darf man den 1,88m Mann durchaus als Knipser bezeichnen, auch wenn es sich dabei “nur” um die holländische Liga handelt. Dazu hat er auf internationalem Pakett auch schon seine Klasse bewiesen. In der Europa League bringt de Jong es auf vier Treffer sowie ebenso viele Torvorlagen.
Was seinen Spielstil anbelangt wäre der Mittelstürmer von Enschede allerdings nicht mit Marco Reus vergleichbar. Es handelt sich bei ihm um einen klassichen Mittelstürmer, der seine Chancen vor dem Tor zu nutzen weiß und für sein Alter bereits sehr kaltschnäuzig vor dem gegnerischen Gehäuse ist. De Jong wird neben Gladbach auch vermehrt mit britischen Vereinen in Verbindung gebracht. Ein mögliches K.O Kriterium für die Niederrheiner könnte die Ablösesumme sein. Dem Vernehmen nach ruft Twente 15 Mio. € auf. Ein Preis, der von Gladbacher Seite aus nicht bezahlt werden wird. Sollte er wechseln, so wird sich die Summe schlussendlich wohl im tiefen zweistelligen Millionenbereich bewegen.





